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Tagesklinik Psychotherapie, 18 Plätze

Anschrift und Anfahrt

Wilhelm-Griesinger-Str. 23
51109 Köln
Telefon: +49 (0) 221 / 8993-308

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 7:30 bis 17:00 Uhr
Wochenende / Feiertage 10:30 bis 14:30 Uhr

Ansprechpartner

  • Oberärztin:
    Reka Markus (DBT-Therapeutin)
    Telefon: +49 (0) 221 / 8993-347
    E-Mail: reka.markus@lvr.de
  • Stationsarzt:
    Telefon: +49 (0) 221 / 8993-360
  • Psychologinnen:
    Frau Maria Malavè (DBT-Therapeutin)
    Telefon: +49 (0) 221 / 8993-375
    Frau Dagmar Lang
    Telefon: +49 (0) 221 / 8993-346
    Frau Katja Umpfenbach (DBT-Therapeutin)
    Telefon.: +49 (0) 221 / 8993-345
    Frau Franziska Meiners (DBT-Therapeutin)
    Frau Adriana Arndt
  • Pflegerische Stationsleitung
    Uwe Knüppel (DBT-Therapeut für Sozial- und Pflegeberufe)
  • Sozialarbeiterin:
    Frau Annette Reschat
    Telefon: +49 (0) 221 / 8993-454

Die TK Psychotherapie hat den Schwerpunkt in der Behandlung von Patienten mit schweren Persönlichkeitsstörungen und weiteren komorbiden psychischen Erkrankungen.

Die häufigste Störung ist die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS). Sie führt zu großem persönlichen Leiden und zur Beeinträchtigung im sozialen und beruflichen Umfeld. Die Folge sind hohe Raten an selbstschädigenden Handlungen bis hin zum vollendeten Suizid. Die Behandlung von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung verlangt eine umfangreiche Auswahl an Behandlungsmethoden, -techniken.

  • Dialektisch-behaviorale Therapie
  • Achtsamkeitsgruppe
  • Fertigkeitentraining in der Gruppe, Stresstoleranzübungen
  • Beispiele für Stresstoleranzübungen
  • Information zur Tagesklinik
  • Informationsmaterial

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Die dialektisch-behaviorale Therapie

Die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) ist ein spezielles Therapieprogramm zur Behandlung der Borderline-Erkrankung. Vereinfacht gesprochen geht es um eine Erweiterung der herkömmlichen Verhaltenstherapie. Der Schwerpunkt der Dialektik liegt nicht wie in den üblichen Psychotherapieverfahren nur auf der Seite der Veränderung, sondern auch vor allem auf der Seite der Akzeptanz persönlicher Defizite. Im Zentrum der Behandlung steht das Fertigkeitentraining. Hier soll vor allem der Umgang mit emotionaler Instabilität erlernt werden. Themen dabei sind: Gestaltung zwischenmenschlicher Kontakte. selbstgefährdendes Verhalten, Umgang mit Stress, Herstellung von Lebensqualität und vieles andere mehr.

Pflanze im Vordergrund dahinter ein Mensch

In der LVR-Klinik Köln bieten wir für Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung die Möglichkeit, in unserer Tagesklinik Psychotherapie und / oder in unserer Ambulanzen störungsspezifisch mit dem DBT – Therapiekonzept behandelt zu werden.

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Störungsspezifische dialektisch behaviorale Therapieangebote für offene Patientengruppen

a) Achtsamkeitsgruppe

Achtsam sein heißt, sich selbst und das, was man tut, bewusst wahrzunehmen. Mit der Wahrnehmung bleiben Sie dabei ganz in der Gegenwart und konzentrieren sich nur auf eine Sache, z. B. auf die Umgebung, die eigenen Gedanken oder Gefühle, ohne das, was Sie wahrnehmen, zu bewerten.

Ziel ist es, die Wahrnehmung der Sinne zu stärken und wertfrei zu gestalten. Dabei lässt sich der Anteil der Vernunft und der emotionale Anteil, die beide unser Verhalten steuern, ausbalancieren.

Im Bereich der inneren Achtsamkeit steht die Wahrnehmung und Beschreibung der Situation, der Gedanken oder der Gefühle im Vordergrund. Diese Beschreibung sollte wertneutral erfolgen, auch die Wahrnehmung und Beschreibung von Selbsthass, z. B. „ich bin mit mir unzufrieden, weil ich meine Familie wieder einmal Vertrauen geschenkt habe. Meine Familie hat mich im Stich gelassen, das empfinde ich als Missachtung, darüber bin ich sehr traurig und enttäuscht, sogar wütend. Ich hasse mich und meine Familie dafür."

Den bestmöglichen Zeitpunkt für eine Reaktion finden Sie dann, wenn die Verstandesseite und die Gefühlsseite im Gleichgewicht sind.

Bei all den Möglichkeiten, neues Verhalten zu lernen, sollten wir eine wichtige therapeutische Grundregel nicht außer acht lassen: eine Veränderung findet dann leichter statt, wenn die Betroffenen sich so akzeptieren, wie Sie sind, nicht wenn Sie versuchen, zu werden, was Sie nicht sind. D. h., Veränderung ist nicht nur die Fähigkeit, alles besser zu machen oder sich den Vorstellungen und Autoritätspersonen oder geliebten Menschen anzupassen, sondern auch die Akzeptanz dessen, was man ist. Die Erfahrung zeigt, dass ein Wandel eben gerade dann möglich wird, wenn der Mensch die Suche nach dem, was gerne wäre oder meint sein zu müssen, aufgibt und akzeptiert, wer man ist.

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b) Fertigkeitentraining in der Gruppe, Stresstoleranzübungen

In dem Bereich Stresstoleranz geht es um Fertigkeiten, die man benutzen kann, um schwierige oder leidvolle Situationen durchzustehen, wenn man keine Chance hat, die Situation zu ändern und sie dennoch irgendwie durchstehen muss. Ziel ist es, krisenförderndes Verhalten abzubauen und gleichzeitig belastende Situationen besser auszuhalten.

Dieses Gruppentraining ist eine Art Unterricht, denn es geht darum, Neues zu lernen und für sich auszuprobieren. Deshalb gibt es auch jedes Mal zu dem erarbeiteten Thema Hausaufgaben für die Woche, die es den Betreffenden erleichtern sollen, das neu gelernte für sich im Alltag umzusetzen und zu üben.

Ziele des Gruppentrainings können Folgende sein: Überlebensstrategien erarbeiten, um destruktives Verhalten zu reduzieren. Kontakt zu anderen aufnehmen, um sich aus der Isolation zu befreien. Aktiv Dinge tun, um wieder positive Erfahrungen machen zu können. Mit sich selbst einen guten Umgang pflegen, um mehr Selbstbestätigung zu finden.

Das Üben von Fertigkeiten ist immer dann sinnvoll, wenn Patienten merken, dass sie in ihrem Alltag entweder mit sich selbst oder mit anderen nicht klarkommen. Patienten können sich selbstsicher und belastbar fühlen, doch in den für sie entscheidenden Situationen nicht in der Lage sein, ihre sonstigen Fertigkeiten anzuwenden. Die Möglichkeiten und Alternativen, die sie im Fertigkeitentraining lernen, helfen Patienten, sich auf die unterschiedlichsten Situationen vorzubereiten.

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Beispiele für Stresstoleranzübungen

Im Bereich der Belastbarkeit wäre Ablenkung oder körperliche Aktivität eine mögliche Strategie, um dieses intensive und unangenehme Gefühl auszuhalten. Aber auch angenehme Vorstellungen oder meditative Übungen lassen sich hier einsetzen, um der Anspannung aus dem Weg zu gehen, manchmal hilft es einfach nur, die Umgebung zu wechseln. In einer kaum aushaltbaren Situation ist es angebracht, zunächst etwas ganz anderes zu tun, um erst einmal etwas Abstand zu gewinnen. Wenn es Betroffenen gelingt, die schwierige Situation zu überbrücken, haben sie immer noch Gelegenheit zu entscheiden, was zu tun ist.

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Information zur Tagesklinik Psychotherapie

1. Aufnahmebedingungen

Der Patient muss sich selbständig (nicht über Dritte) in der Tagesklinik bei Herrn Knüppel (Stationsleitung) Telefon: +49 (0)221 / 8993-367 oder Frau Yüce (Krankenschwester) unter der Telefon: +49(0) 221 / 8993-308 oder persönlich melden, um einen Termin zum Vorstellungsgespräch auszumachen. Die Vorstellungsgespräche werden von Frau Malawè (Psychologin) und Frau Lang (Psychologin) geführt.

2. Warteliste

Wenn der Patient nach dem Vorstellungsgespräch sich mit unseren Behandlungsprogramm sowie den Regeln der TK Psychotherapie einverstanden erklärt, wird er auf die Warteliste eingetragen und muss sich einmal in der Woche (d.h. von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:00-15:00 Uhr) bei der Pflege melden, um sein Aufnahmeinteresse zu bekunden. Wenn er sich insgesamt drei mal nicht gemeldet hat, wird er von der Warteliste gestrichen. Eine Neuanmeldung für die TK ist wieder möglich.

3. Nachsorgegruppe

Einmal im Monat (immer der letzte Mittwoch im Monat) findet eine Nachsorgegruppe in der Tagesklinik unter Leitung der Oberärztin Frau Markus, Herr Knüppel (Stationsleitung) und Frau Yüce (Krankenschwester) statt. Die Teilnahme an der Gruppe besteht auf freiwilliger Basis. Die Nachsorgegruppe wird als Behandlungsangebot für BPS Patienten angesehen, die eine professionelle Begleitung und Betreuung brauchen, auch nach Abschluss der stationären / teilstationären Behandlung. Die Nachsorgegruppe kann auch von Patienten genutzt werden, die eine ambulante DBT Gruppe abgeschlossen haben.

Für die Nachsorgegruppe muss einmal pro Quartal eine Überweisung mitgebracht werden und mit der Krankenkassenchipkarte in der Ambulanz eingelesen werden.

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