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Interpersonelle Psychotherapie

Die Interpersonelle Psychotherapie (IPT) ist eine Kurzzeittherapie für Depressionen, die in psychodynamischen Theorien wurzelt, aber auch kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze aufgreift.

Die IPT wurde in den 70er Jahren in den USA von G. Klerman und M. Weissman entwickelt. Sie ist in der klinischen Arbeit vielfach erprobt und in ihrer Wirksamkeit bei affektiven Störungen nachgewiesen.

In den 90er Jahren wurde das IPT-Manual von E. Schramm und Mitarbeitern ins Deutsche übersetzt und überarbeitet. Die IPT stellt die Relevanz zwischenmenschlicher Probleme bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Depression in den Vordergrund.

Aufbauend auf einer Psychoedukation werden die folgenden Themenbereiche bearbeitet:

  • unbewältigte Rollenwechsel, Lebensübergänge und Trauer
  • Interpersonelle Basisfertigkeiten bei Isolation und Einsamkeit
  • Interpersonelle Konflikte

Der Fokus der Therapie liegt auf den aktuellen Lebensbezügen der Betroffenen, die im Zusammenhang mit der Depression stehen, z.B. Partnerschaftskonflikte, Rollenveränderungen im Rahmen einer Mutterschaft oder Verlust des Arbeitsplatzes. Neben einer emotionalen Bearbeitung der Problembereiche werden soziale Fertigkeiten, Kommunikationsfertigkeiten sowie Konfliktlösestrategien vermittelt.

Dabei werden auch bewährte verhaltenstherapeutische Methoden, wie Rollenspiele oder Verhaltensexperimente, eingesetzt. Die IPT umfasst im ambulanten Setting als Kurzzeittherapie typischerweise ca. 12-20 Einzelsitzungen. Auf unserer Depressionsstation (Station 12) findet die IPT zweimal wöchentlich als Gruppenpsychotherapie über einen Zeitraum von sechs Wochen statt.

Station 12 der Abteilung Allgemeine Psychiatrie

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